Eröffnung der neuen SALO-Niederlassung in Magdeburg mit einem informativen Fachtag zu Long-Covid

Alles auf einer Ebene, freundlich und lichtdurchflutet, behinderten – und rollstuhlgerecht, dabei zentral und gut erreichbar – das ist die Kurzbeschreibung der neuen Räumlichkeiten der SALO-Niederlassung in der Otto-von-Guericke-Straße 14 in Magdeburg.

„Das Team und unsere Teilnehmenden fühlen sich hier wohl“, sagte Niederlassungsleiterin Cornelia Damm. Sie hatte zur Niederlassungs-Eröffnung die Beratungs-Teams der Deutschen Rentenversicherung und der Arbeitsagentur zu einem Fachdialog eingeladen.

Geschäftsführer Björn Kusche begrüßte die Gäste: „Unsere Teilnehmenden finden hier kurze Wege zum direkten Austausch in einer modernen Niederlassung“. Dann stellte er Sonja Wiederhold von SALO Recklinghausen vor. Die Psychologin (M.Sc.) hielt einen Vortrag zum Thema „Long Covid/ Post-Covid – Besonderheiten der beruflichen Wiedereingliederung.“

Zu Beginn wurden Fachbegriffe erklärt: „Long-Covid“ bezeichnet gesundheitliche Beschwerden mit mehr als 200 Symptomen, die auch Wochen nach einer durchstandenen Covid-Infektion nicht verschwinden. „ME/CFS“ beschreibt ein schweres, chronisches Erkrankungsbild, das sich durch extreme, anhaltende Erschöpfung zeigt. Kennzeichen dafür sind eine Verschlechterung nach Belastung, Konzentrations – und Gedächtnisprobleme, oft verbunden mit Schmerzen. Alles zusammen kann dazu führen, dass Betroffene nicht mehr arbeiten können. „Diese Menschen kommen mit Stigmatisierungsproblemen zu Salo, werden vielfach von Medizinern nicht ernst genommen und kämpfen mit der eigenen Akzeptanz ihrer Situation“, beschrieb Sonja Wiederhold ihr tägliches Erleben. Denn wer vor der Erkrankung fit und voll im Job war, erlebt jetzt bereits nach unverhältnismäßig geringer Belastung sogenannte „Crashs“ und ist tagelang außer Gefecht. „Die Experten-Teams bei Salo versuchen in unseren Integrationsmaßnahmen der ambulanten beruflichen Neuro-Rehabilitation mit „Pacing“ – einer Energie – und Aktivitäts-Managementsmethode – die Betroffenen langsam in behutsamen Schritten zu stabilisieren. Sie sollen lernen, sich zu schonen und eigene Belastungsgrenzen nicht zu überschreiten.“ Das ist aufwendig und langwierig. Ziel der ABN-Maßnahme ist das Ausloten des Leistungs – und Belastungsniveaus und letztendlich die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. „Ob und in welchem Umfang das gelingen kann, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich“, so Sonja Wiederhold.

Hier begann auch die Diskussion mit den Beraterinnen der DRV und Arbeitsagentur, da dieses Krankheitsbild ziemlich neu ist und noch weitestgehend unerforscht, wie damit umzugehen ist. SALO nimmt bereits an einer Studie mit der DRV Bund und der Uni Lübeck teil, um wissenschaftliche Daten zu liefern.

Im Anschluss bat Niederlassungsleiterin Cornelia Damm die Gäste zu einem Rundgang durch die neue Niederlassung mit schönen IT-Räumen, Werkstätten zur Ergotherapie und Kunst, und hellen, ruhigen Büros und Besprechungsräumen. Nach einem gemeinsamen Imbiss endete die Niederlassungs-Eröffnung.

Hereinspaziert in die neue Räume in der Otto-von-Guericke-Straße 14, sehr zentral am Hauptbahnhof gelegen.

Reges Interesse: Beraterinnen der DRV und der Arbeitsagentur beteiligten sich intensiv am Fachdialog zu Long Covid.

Niederlassungsleiterin Cornelia Damm (re.) begrüßte das Fachpublikum in den neuen, hellen Räumen in Magdeburg.

Eine Besichtigung der Niederlassung gehörte dazu. Vorne: Magdeburgs Behindertenbeauftragte Tanja Pasewald.

Team Magdeburg (v.l.): Lisa Hölscher, Lotte Spuck (beide sozialpäd. Dienst) und Bildungsbegleiterin Marlen Bindemann

Niederlassungsleiterin Cornelia Damm (li.) mit Psychologin Ulrike Simon freuen sich über die neuen Räume.

Im Gespräch: Vorstand Joachim Borgmann begrüßt Cornelia Damm und Psychologin (M.Sc.) Sonja Wiederhold (re.)

Björn Kusche, Geschäftsführer Salo Bildung und Beruf GmbH, stellte den Gästen Referentin Sonja Wiederhold vor.

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